EPDT 2016

Die Entwicklungspolitischen Diskussionstage 2016


In diesem Jahr feiern die Entwicklungspolitischen Diskussionstage (EPDT) ihr 15-jähriges Jubiläum. Dazu haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Postgraduiertenstudiums ein Infoposter, eine Poster mit einer Timeline zu den Themen der letzten 15 Jahre und ein Poster zu den Organisationen und Institutionen erstellt, die bisher an den EPDTs teilgenommen haben.

Die diesjährigen EPDT wurden zu den folgenden aktuellen entwicklungspolitischen Themenstellungen durchgeführt:

Let's talk:
How to prevent gender-based violence in Germen refugee camps - Experiences from the Global North and South

11.05.2016 (09.00 - 12.30 Uhr)

This panel discussion aims to address the following questions: What can be done to improve the conditions and reduce gender-based violence (GBV) in refugee camps? Are there best-practices from long-existing facilities, and if so, are they applicable to German establishments? Can experiences from development cooperation support German camp-administrations in this issue?

Representatives from science, international and local practice and spokespersons from self-empowered refugee organizations will exchange their views and experiences on the topic and identify challenges and possibilities to combat GBV in German refugee housing.

Beiträge von: Patras Bwansi (African Refugees Union), Napuli Paul Görlich (Blacks and Whites Together for Human Rights), Melanie Hartmann (Justus-Liebig-Universität Gießen), Mahmoud Hassino (Schwulenberatung Berlin), Sandra Oelke (GIZ)

Briefing Paper

 

Entwicklungsmotor oder Kolbenfresser? Europas neuer Freihandel und Afrikas Agrarmärkte

12.05.2016 (09.00 - 12.30 Uhr)

Befürworter/innen sehen in dem Freihandelsabkommen TTIP ein Mittel zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Stärkung der gegenseitigen Partnerschaft. Gegner/innen führen an, dass sie eine selbstbestimmte Entwicklung afrikanischer Staaten lähmen und die Existenz vieler Kleinbäuerinnen und -bauern in Afrika gefährden.

Vor diesem Hintergrund bietet die Veranstaltung Raum dafür, die EPAs aus verschiedenen Perspektiven kritisch zu beleuchten: Wie fair waren die Verhandlungen? Welche Folgen haben die EPAs für kleinbäuerliche Strukturen und Ernährungssicherheit in Afrika? Wie wirken sich gemeinsame Standards bei Lebensmitteln auf afrikanische Agrarproduzierende aus? Und welche Konsequenzen ergeben sich für die Entwicklungszusammenarbeit?

Beiträge von: Anja Gomm (GIZ), Dr. Boniface Mabanza (KASA/Welthaus Heidelberg), Dr. Franziska Müller (Universität Kassel), Pierrot Raschdorff (Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V.)

Briefing Paper



Das Landwirtschaftsmodell der Grünen Ökonomie
Wie smart ist Climate-Smart Agriculture wirklich?

13.05.2016 (09.00 - 12.30 Uhr)

Das Modell der Climate-Smart Agriculture (CSA) ist überaus umstritten: Vor allem zivilgesellschaftliche Akteure kritisieren, dass CSA politisch motiviert sei und insbesondere auf die Interessen der Agrarindustrie abziele. Dem Begriff der CSA fehle zudem eine gezielte Eingrenzung der Kriterien, die landwirtschaftliche Methoden als klimasmart legitimieren. Die Lebensbedingungen und die Landnutzung von Kleinbäuerinnen und -bauern würden dabei häufig vernachlässigt.

Vor diesem Hintergrund bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, das Modell der CSA kritisch zu diskutieren. Dabei geht es insbesondere darum, Weiterentwicklungen des Ansatzes zu beleuchten und Alternativen zu CSA aufzuzeigen.

Beiträge von: Thomas Fatheuer (FDCL e.V.), Ursula Gröhn-Wittern (Agrar Koordination & FIA e.V.), Josef Kienzle (FAO), Dr. Stephan Krall (GIZ)

Briefing Paper

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie hier.