Training "Renforcement des Capacités Didactiques"

15 Fachleute aus Mali nahmen am Seminar für Ländliche Entwicklung im April an einer zweiwöchigen Weiterbildung zu praxisorientierten Didaktik- und Beratungskompetenzen teil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erweiterten ihr Wissen, wie sie Kleinbauern mit Blick auf Wertschöpfungsketten bei der Produktion von Kartoffeln und Gemüse und bei Bewässerungsfragen besser beraten können. Exkursionen gehörten ebenso zum Kursprogramm wie Netzwerktreffen mit weiteren Fachleuten.

Die Teilnehmenden sind Agraringenieure, Dozenten und Ausbilder aus malischen Landwirtschaftsschulen und Weiterbildungszentren, Landwirtschaftsministerien und der Universität der Regionen Kayes, Koulikoro, Sikasso, Ségou und Mopti.

Die Fortbildung ist angesiedelt unter der SeWoH-Initiative "Grüne Innovationszentren" des BMZ.



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Die Entwicklungspolitischen Diskussionstage 2017

Braucht Afrika einen Marshallplan? Welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?

Ist Digitalisierung in der ländlichen Entwicklung eine Utopie oder eine reale Möglichkeit?

Sind Finanzinstrumente im Klimaschutz Chance oder Bürde für nachhaltige Entwicklung?


Diese und weitere wichtige Fragen standen auch in diesem Jahr bei den Entwicklungspolitischen Diskussionstagen (EPDT) im Fokus. Referentinnen und Referenten aus Politik, Wissenschaft, entwicklungspolitischer Praxis, dem Privatsektor sowie Besucher/innen diskutierten lebhaft die aktuellen Herausforderungen internationaler Zusammenarbeit, die sich im Um- und Aufbruch befindet.

UFiSAMo - Feldphase in Kapstadt und Maputo

Nach einem erfolgreichen Feldforschungsaufenthalt in Kapstadt, Durchführung von verschiedenen Experteninterviews und Interviews mit Urbanen Farmern, sind Nicole Paganini (Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften) und Anja Schelchen nun in Maputo. Dort bereiten sie aktuell mit den Kolleginnen und Kollegen der Partneruniversität eine Baselinestudie vor, um zu untersuchen, wie die urbane Landwirtschaft zum Einkommen beiträgt, die Produktion und Tierhaltung zu erfassen sowie das Wissen der Farmer in Bezug auf verschiedene Produktionstechniken zu untersuchen.



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Entwicklungspolitische Diskussionstage (EPDT) 2017

Die EPDT 2017 fanden vom 10.05. bis 11.05.2017 im Großen Saal 1 der Heinrich-Böll-Stiftung in der Schumannstraße in Berlin-Mitte statt und wurden zu den folgenden aktuellen entwicklungspolitischen Themenstellungen durchgeführt:

Teilnahme am Crowdfunding noch bis zum 31. Januar möglich

Das im Rahmen des Hortinlea Forschungsvorhabens entstandene Projekt "Community Sustainable Agriculture and Healthy Environmental Program" baut eine Brücke zwischen Kleinbauern, die nachhaltig produzieren, und Verbrauchern, die gesunde Lebensmittel wollen. Um zu gewährleisten, dass CSHEP das ganze Jahr über anbauen kann, ist eine Investition in die Wasserversorgung der Farm dringend notwendig.  Momentan wird bei starker Trockenheit Wasser zugekauft und mit Eseln geliefert. Dies erweist sich auf Dauer als unrentabel. Trotz der Bemühungen, möglichst wassersparend zu wirtschaften, ist es notwendig geworden, in einen Anschluss an die kommunale Wasserversorgung zu investieren. Um die finanzielle Grundlage für diese Investitionen zu schaffen, läuft noch bis zum 31. Januar 2017 eine Crowdfundingkampagne, an der sich jeder beteiligen kann. Weitere Infos zu dem Projekt und der Kampagne sind auf der wemakeit Projektseite zu finden.



Crowdfunding-Kampagne für nachhaltige Landwirtschaft in Kenia

Kontakt: Dr. Silke Stöber

In Kiserian, 25km südwestlich von Nairobi, arbeitet die NGO "CSHEP" als Trainingscenter und als Marktplatz für ökologisch erzeugtes Gemüse. CSHEP steht für «Community Sustainable Agriculture and Healthy Environmental Program». Das Projekt baut eine Brücke zwischen Kleinbauern, die nachhaltig produzieren, und Verbrauchern, die gesunde Lebensmittel wollen. CSHEP arbeitet seit Anfang 2014 aktiv daran, die Umwelt zu verbessern und die Gemeinschaft zu stärken. Esther Kiruthi und Steven Kamau sind federführend vor Ort in Kenia, während Silke, Caro & Lucas ihre Partner auf deutscher Seite sind.

AP Philippinen 2015 von großer Relevanz in Bezug auf Handelsliberalisierung der ASEAN-Staaten

Die Ergebnisse des SLE Auslandsprojekts (AP) Philippinen von 2015 wurden in RURAL 21 publiziert. In der Studie untersuchten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Postgraduiertenstudiums am SLE in Kooperation mit dem International Rice Research Institute (IRRI), wie die Stärkung der Marktposition von Kleinbauern und die Reduktion von Markteintrittsbarrieren erreicht werden kann. Darüber hinaus stand die Frage im Raum, wie das Potenzial von urbanen Märkten aktiviert werden kann. Die Ergebnisse haben besonders in Anbetracht der für 2017 angekündigten Handelsliberalisierung der ASEAN-Länder große Bedeutung. Der Artikel ist auf der Homepage von RURAL 21 frei verfügbar und die vollständige SLE Studie steht ebenfalls zum freien Download zur Verfügung.



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Neue Veröffentlichung des Forschungsprojekts zum Strukturwandel in Afrika

Die neue Publikation im Rahmen des Forschungsprojekts Strukturwandel in Subsahara Afrika ist erschienen! „Scenario Building for Development Cooperation – Methods Paper“ stellt die methodische Grundlage für die drei Länderstudien in Sambia, Benin und Äthiopien dar. Das Paper diskutiert existierende Techniken der Szenarienentwicklung und gibt außerdem eine detaillierte Anleitung für die praktische Anwendung.


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Handbuch "Inklusion grows - Toolkit on disability mainstreaming for the German development cooperation ist" erschienen

Das Handbuch zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen, das vom Auslandsprojekt Namibia 2015 entwickelt wurde, ist veröffentlicht worden und kann hier eingesehen und heruntergeladen werden.


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Präsentation der Ergebnisse der SLE-Auslandsprojekte 2016

In diesem Jahr führte das SLE vier Studienprojekte in Afrika und Südamerika durch. Zwei Forschungsteams arbeiteten zu landwirtschaftlichen Fragestellungen, namentlich zur Integration der Bienenhaltung in Agrarlandschaften Äthiopiens und zu Strategien klimasmarter Landwirtschaft in kleinbäuerlichen Systemen Kenias. Ein weiteres Team in Kenia beschäftigte sich mit Korruptionsrisiken im Landmanagement und die vierte Gruppe analysierte Entwicklungsalternativen zum Bergbau in unterschiedlichen Regionen Perus.

 

Die Präsentationen fanden am 22. und 23. November 2016 im Festsaal der Humboldt Graduate School statt.

 

Dr. Susanne Neubert bei Podiumsdiskussion an der Universität Erlangen-Nürnberg

Frau Dr. Susanne Neubert stellte am 21. und 22. Oktober 2016 das SLE und seine Arbeiten zur 20. Jahrestagung des Arbeitskreises „Ländlicher Raum“ mit dem Titel „Transformation ländlicher Räume im Globalen Norden und Süden - Repräsentationen, Funktionen und Entwicklungspfade“ am Institut für Geographie der Universität Erlangen-Nürnberg vor. Zudem erörterte sie Ergebnisse des SLE-Forschungsprojekts „Strukturwandel in Subsahara Afrika“. Demnach vollzieht sich der Strukturwandel in Afrika anders als in Europa. Produktivitätssteigerungen und freiwerdende Arbeitskräfte, die in Europa in der Vergangenheit zur Abwanderung in die Städte führten, finden in Afrika nur punktuell statt. Stattdessen stagniert zumeist die landwirtschaftliche Produktivität bei gleichzeitiger Degradierung der Naturressourcen. Zusammen wirken diese Trends als Push-Faktoren, die die Migration in die Städte antreiben. Da es dort jedoch kaum Arbeitsplätze gibt, kommt es häufig zu einer zirkulären Migration, bei der ein Teil der Abgewanderten durchaus bzw. saisonal wieder zurück auf das Land geht. Die Beförderung ländlicher Entwicklung und ein nachhaltiges Naturressourcenmanagement sind daher zentrale Ansatzpunkte, um das Potenzial der ländlichen Räume zu nutzen, so Neubert. Diese Sicht wurde insbesondere auch von Prof. Dr. Heidi Megerle gestützt, die in einem nachfolgenden Vortrag über Armutsregionen und sozialökologische Herausforderungen in Burundi berichtete.



 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Neubert (mitte) bei der Podiumsdiskussion an der Universität Erlangen-Nürnberg

Foto: S. Börnecke